Eine Umfrage erstellen, an der gerne teilgenommen wird

Jan 29, 2026

Wenn Ihr Fragebogen nur Ihren eigenen Anforderungen entspricht, nicht aber denen Ihrer Befragten, kann dies zu einer frustrierenden Erfahrung für die Teilnehmenden führen. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Fragebogen erstellen, dessen Fragen Spaß machen und die Beteilungsquote hebt.

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Wie Umfragen erstellen?

Unternehmen nutzen Umfragen aus einer Vielzahl von Gründen, beispielsweise um die Kundenzufriedenheit, das Mitarbeiterengagement oder die Reichweite einer neuen Marketingkampagne zu messen.

Eine Umfrage muss sorgfältig folgende Aspekte respektieren:

  • die Befragten einbinden
  • sie dazu motivieren, die Umfrage abzuschließen
  • wertvolle Feedback Daten liefern

Für eine Umfrage sind diese drei Aspekte entscheidend. Dabei wird festgelegt wird, was mit der Umfrage erreicht werden soll, welche Fragentypen verwendet sollen sowie welches Layout mit dem entsprechenden Branding am besten passt, bevor Fragebögen an die Befragten verschickt werden

Das richtige Umfragendesign

Das Erstellen eines Fragebogens ist ebenso sehr eine Kunst wie eine Wissenschaft. Es erfordert Liebe zum Detail von der Gestaltung bis zur Auswertung. Und eine Umfrage ist nur so gut wie die Antworten, die sie erhält. Wenn sie für Ihre Zielgruppe verwirrend oder lang und gar langweilig wirkt, wird sie wahrscheinlich nicht ausgefüllt und die Zahl der Teilnehmer bleibt unter Ihren Erwartungen. Oder, schlimmer noch: sie wird erst gar nicht begonnen ...

Sich also die Zeit zu nehmen, für die Gestaltung Ihrer Umfrage die richtige Methode zu wählen, ist eine Investition, die Ihnen eine zufriedenstellende Abschlussquote und qualitativ hochwertige Daten einbringen wird.

Die richtigen Fragen stellen

Eine Umfrage verfolgt einen klaren Zweck, der gleich zu Beginn dargelegt werden sollte. Gestellte Fragen sollten leicht zu lesen, zu verstehen und zu beantworten sein und eine Vielfalt an Antworten fördern – sowohl geschlossene Fragen (Ankreuzfelder, Auswahlmöglichkeiten) als auch offene Fragen (Felder für Freitextkommentare), die in einer logischen Reihenfolge angeordnet sind. Sie können Bilder und Grafiken verwenden, um Fragen zu verdeutlichen oder zu veranschaulichen, und das Unternehmensbranding vermittelt ein Gefühl von Identität und Vertrauen. Außerdem darf eine Umfrage nicht zu lange dauern – höchstens 15 Minuten.

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1. Qualitativ quantitativ: Legen Sie Ihr Ziel fest

Fragen Sie sich gleich zu Beginn: „Was ist der Zweck meiner Umfrage? Was sind meine Hauptziele?“ und setzen Sie sich ein realistisches Ziel. Beispielsweise weist eine Abteilung nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit eine hohe Fluktuation auf, und Sie möchten wissen, warum. Anstatt eine allgemeine Umfrage zur Mitarbeiterzufriedenheit durchzuführen, sollten Sie Ihre Fragen spezifischer formulieren: Gibt es Aufstiegsmöglichkeiten nach zwei Jahren? Gibt es ausreichende branchenspezifische Schulungen? Können die Mitarbeiter eine bestimmte Unternehmenskultur oder eine bestimmte Person nur eine gewisse Zeit lang ertragen? Machen Sie das Ziel gleich zu Beginn der Umfrage deutlich, etwa so: Der Zweck dieser Umfrage ist es, zu verstehen, warum Mitarbeiter unser Unternehmen verlassen.

Tipp: Wenn die Befragten nicht wissen, wofür ihre Daten zur Forschung verwendet werden, können sie keine aussagekräftigen Antworten geben. 

2. Wählen Sie die Fragetypen für Ihre Umfrage aus

Es gibt mehr als 100 verschiedene Möglichkeiten, eine Frage zu stellen, und der Fragetyp hat direkten Einfluss auf die Auswertung.

Geschlossene Fragen bieten vorgefertigte Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, beispielsweise Multiple Choice Fragen oder Ankreuzfelder. Sie sind einfach zu beantworten und liefern quantitative Daten.

Offene Fragen, auch als Freitextfragen bezeichnet, bitten um Feedback in den eigenen Worten des Befragten. Sie liefern qualitative Daten. Sie sind am zuverlässigsten, führen jedoch auch schneller zu Umfrageermüdung, weshalb Sie diese Art von Fragen begrenzen sollten.

Dies sind die gängigsten Fragetypen:

 Geschlossene Fragetypen

  • Multiple Choice Fragen bilden die Grundlage der meisten Umfragen. Sie können als herkömmliche Auswahlliste oder als Dropdown-Menü, Kontrollkästchen, Optionsfelder usw. dargestellt werden.
  • Mehrfachauswahl wird verwendet, wenn die Teilnehmer mehr als eine Antwort aus einer Liste auswählen sollen.
  • Rangfolgen werden verwendet, um die Präferenzreihenfolge eines Befragten für eine Liste von Elementen zu ermitteln. Diese Fragen eignen sich am besten, wenn Sie die Einstellung Ihrer Befragten zu einem bestimmten Thema messen möchten. Sie können für die Teilnehmenden zeitaufwändig sein.
  • Bewertungsfragen werden gestellt, um die persönliche Einstellung der Befragten zu Themen wie Zustimmung, Zufriedenheit oder Häufigkeit zu ermitteln.
  • Skalenfragen. Anstatt den Befragten eine einfache Ja-oder-Nein-Frage zu stellen, verwenden Sie Skalen, die sowohl die Richtung als auch die Intensität der Meinungen messen.

Dies ist für die Forschung und vertiefte Analyse von entscheidender Bedeutung. Jemand, der eine Entscheidung „nachdrücklich befürwortet“, unterscheidet sich erheblich von jemandem, der sie „eher befürwortet“. Skalen erweitern die Analysemöglichkeiten von einfachen Prozentangaben hin zu fortgeschrittenen Analysen auf der Grundlage von Mittelwert- und Varianzschätzungen (wie t-Test, ANOVA, Regression und dergleichen).

  • Matrix-Tabellen dienen dazu, mehrere Informationen in einer einzigen Frage zu erfassen. Sie bieten eine effektive Möglichkeit, Ihre Umfrage zu straffen oder ähnliche Punkte in einer Frage zusammenzufassen. Ein Beispiel hierfür ist die Likert-Skala, mit der sich Einstellungen und Meinungen differenzierter erfassen lassen als mit einem einfachen Ja oder Nein. Sie ist eine zuverlässige Methode, um Wahrnehmungen, Meinungen und Verhaltensweisen zu messen. Zum Beispiel:

Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit unserem neuen Büro?

  • Mit Schiebereglern können die Befragten ihre Präferenz nicht über herkömmliche Schaltflächen oder Kontrollkästchen, sondern über einen verschiebbaren Balken angeben.
  • Seite-an-Seite-Fragen ermöglichen es Ihnen, mehrere Fragen in einer kompakten Tabelle zu stellen, und bieten eine effektive Möglichkeit, Ihre Umfrage zu verkürzen und gleichzeitig die gleiche Datenmenge zu erfassen.
  • Persönliche/demografische Fragen – heben Sie diese für das Ende Ihrer Umfrage auf und stellen Sie die freundlicheren, ansprechenderen Fragen an den Anfang.

Fragen mit Freitextfel

Die Texteingabe dient dazu, offenes Feedback von den Befragten zu sammeln. Diese Antworten können aus ausführlichen Texten, Standardangaben wie Name und E-Mail-Adresse oder allem dazwischen bestehen.

Tipp: Die Beantwortung von Freitextfragen dauert länger; beschränken Sie sich daher auf ein oder zwei solcher Fragen, die Sie am Ende oder gegen Ende Ihrer Umfrage platzieren sollten. 

3. Fragen richtig formulieren

Dafür gibt es eine einfache Methode: Verfassen Sie die Fragen, die Sie selbst gerne beantwortet hätten. Wahrscheinlich entsprechen diese Fragen den folgenden Richtlinien:

  • Halten Sie sie kurz und leicht verständlich. Formulieren Sie Ihre Fragen in einfacher Sprache, damit die Befragten sie beim ersten Lesen verstehen. Vermeiden Sie unnötige Adjektive und vage Adverbien wie „häufig“ und „normalerweise“, damit die Frage nicht von verschiedenen Personen unterschiedlich interpretiert werden kann.

Tipp Formulieren Sie die Fragen so, dass Schüler der 9. bis 11. Klasse sie verstehen können.

  • Sprechen Sie die Sprache Ihrer Befragten. Fragen nach Kaloriengehalt, Bits, Bytes und andere branchenspezifische Fachbegriffe Abkürzungen sorgen für Verwirrung. Stellen Sie sicher, dass Ihre Zielgruppe Ihr Sprachniveau und Ihre Terminologie versteht und vor allem, dass sie die Fragen verstehen. Am besten richten Sie sich in Ihren Fragen an den am wenigsten informierten Befragten. Wenn ein Befragter eine Abkürzung nicht versteht, erklären Sie sie entweder oder verwenden Sie sie gar nicht.
  • Erklären Sie unerwartete Fragen. Wenn es Ihnen beispielsweise wichtig ist, Kunden eines Spielzeugladens zu fragen, zu welcher Tageszeit sie den Laden normalerweise besuchen, erklären Sie kurz, warum dies relevant ist.
  • Verwenden Sie keine Suggestivfragen. Diese führen zu einer Verzerrung Ihrer Umfrage, die die Antworten der Befragten beeinflusst. Eine solche Verzerrung verfälscht aussagekräftige Daten. Vergleichen Sie:

Hat euch unser köstliches neues Sandwich-Sortiment geschmeckt? (voreingenommen)

mit

Wie hat euch unser neues Sandwich-Sortiment gefallen? (unvoreingenommen)

  • Vermeiden Sie Mehrfachfragen. Diese enthalten zwei Fragen gleichzeitig und lassen sich nicht sinnvoll beantworten, z. B.:

Wie zufrieden oder unzufrieden waren Sie mit Ihrer Hotelsuite und dem Frühstück bei Ihrem letzten Aufenthalt bei uns?

Besser gefragt:
 a. Wie zufrieden oder unzufrieden waren Sie mit Ihrer Hotelsuite?

b. Wie zufrieden oder unzufrieden waren Sie mit Ihrem Frühstück?

  • Vermeiden Sie Prestige-Verzerrungen. Dies ist der Fall, wenn Sie Ihre Frage mit einer Person oder Gruppe in Verbindung bringen, die hohes Ansehen genießt, und dies den Teilnehmenden dazu veranlasst, zuzustimmen, z. B.:

Die meisten Ärzte sagen, wir sollten mehr Vollkornprodukte in unsere Ernährung aufnehmen. Sind Sie derselben Meinung?

Es fällt schwer, einem Arzt zu widersprechen.

  • Verwenden Sie keine absoluten Formulierungen wie „immer“, „jeder“ und „alle“. Diese zwingen Ihre Befragten dazu, entweder zuzustimmen oder zu widersprechen, ohne Raum für differenzierte, aussagekräftige Antworten zu lassen. Zum Beispiel:

Frühstücken Sie immer Cornflakes?

a. Ja

b. Nein

Jemand, der an sechs von sieben Tagen Cornflakes zum Frühstück isst, müsste diese Frage mit „Nein“ beantworten. Bessere Daten liefert:

Wie oft pro Woche essen Sie Cornflakes?

Nie

1–2 Mal

3–4 Mal

5–6 Mal

Jeden Tag

  • Mischen Sie nicht verschiedene Fragetypen. Sehen Sie sich dieses Beispiel an:

Wie zufrieden waren Sie bei Ihrem letzten Besuch in unserem Geschäft mit der Sauberkeit unserer Toiletten?

Seltsam, nicht wahr? Wenn in der Frage das Wort „zufrieden“ vorkommt, muss es auch in der Antwort vorkommen.

  • Begründen Sie die Abfrage sensibler Daten. Dies gilt insbesondere für Angaben zu ethnischer Zugehörigkeit, Familienstand, Einkommen, Bildungsstand usw. Sie können die Bedenken der Befragten ausräumen, indem Sie ihnen erklären, wie die Daten verwendet werden. Sie können beispielsweise darlegen, dass Kaufgewohnheiten ausschließlich in aggregierter Form für Vergleichszwecke ausgewertet werden oder dass die Umfrageergebnisse nicht außerhalb Ihrer Organisation weitergegeben werden.

TippVergessen Sie nicht, eine PNA-Option („Keine Angabe“) einzubauen.

 4. Legen Sie die Reihenfolge der Fragen fest

Erleichtern Sie den Befragten die Teilnahme an Ihrer Umfrage, indem Sie die Fragen in einer logischen Reihenfolge anordnen und unnötige Themenwechsel vermeiden. Der Trichteransatz ist eine Technik zur Gestaltung des Umfrageablaufs, die den Teilnehmenden die Beantwortung erleichtert. Bei dieser Methode sollten Sie:

  • Halten Sie eine logische Reihenfolge ein
  • Beginnen Sie mit allgemeinen Fragen, die den Befragten einordnen und das Thema einleiten
  • Gehen Sie dann zu spezifischeren Fragen über
  • Schließen Sie mit allgemeinen, leicht zu beantwortenden Fragen ab (z. B. zu demografischen Daten)

Dieser Ansatz ermöglicht es einem Teilnehmer, sich mit allgemeinen Fragen aufzuwärmen, sich dann zu spezifischeren und tiefergehenden Fragen vorzuarbeiten und am Ende wieder zum Abschluss zu kommen. Dadurch wird die Umfrage für die Befragten zu einem reibungslosen Ablauf, was die Abbruchquote senkt und möglicherweise sogar die Qualität der Antworten verbessert. 

5. Gestalten Sie das Erscheinungsbild Ihrer Umfrage

Verwenden Sie Bilder, wo es sinnvoll ist

Menschen reagieren in der Regel positiver auf Bilder als auf Text und verstehen Konzepte oft schneller, wenn ein Bild oder ein Symbol vorhanden ist. Durch die Auflockerung langer Textblöcke mit Bildern, Überschriftenleisten und Symbolen wird das Ausfüllen Ihrer Umfrage angenehmer. Ihre Umfrageplattform sollte Fragetypen anbieten, die Grafiken wie Smileys, Schieberegler und die Möglichkeit zum Hochladen eigener Bilder oder Videos enthalten. Bilder sollten einer Frage einen aussagekräftigen Kontext verleihen, dürfen die Antworten jedoch nicht beeinflussen, indem sie eine Option attraktiver erscheinen lassen als eine andere.

Fügen Sie Ihr Branding ein

Je stärker Sie Ihr Branding in alle Interaktionen mit den Verbrauchern einbinden, desto mehr Vertrauen werden die Verbraucher in Ihre Marke entwickeln. Dies gilt auch für Umfragen. Sie erzielen eine größere Wirkung, wenn sie Ihr Logo, Ihre Farbpalette, Ihr individuelles Design und markenbezogene Bilder enthalten. Ob Kunden oder Mitarbeiter – Ihre Befragten werden sich durch eine markengestaltete Umfrage stärker mit Ihrer Marke verbunden fühlen und eher dazu geneigt sein, die Fragen sorgfältig zu beantworten.

TippWeitere Möglichkeiten, wie Sie Ihr Branding mit einer Umfrage ausbauen können, sind:

  • Fügen Sie am Ende Ihrer Umfrage eine individuelle Dankesnachricht ein, die nach Abschluss der Umfrage angezeigt wird
  • Fügen Sie eine individuelle URL für Ihren Umfragelink hinzu
  • Leiten Sie die Befragten nach Abschluss der Umfrage auf Ihre Website weiter

6. Gestellte Fragen testen

Am einfachsten ist es, wenn Sie 5 Personen, die Ihrer Zielgruppe entsprechen, bitten, an Ihrer Umfrage teilzunehmen, und ihnen dann folgende Fragen stellen: So können Sie noch vor der Veröffentlichung der Umfrage verbleibende Probleme schnell beheben.

  • Wie lange hat es gedauert?
  • Waren irgendwelche Fragen verwirrend?
  • Gab es weitere Probleme beim Ausfüllen der Umfrage?

Wir empfehlen, Ihre Umfragen einer Reihe von Tests zu unterziehen, um potenzielle Probleme zu erkennen und sicherzustellen, dass Sie die gewünschten Daten erhalten. Zu den verschiedenen Strategien gehören: Befragung der Teilnehmer, kognitive Interviews, Expertenbewertung, Fokusgruppen, Experimente und Pilotstudien.

Tags:
Surveys

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