Wie funktioniert EX

Demo Anfordern

Mitarbeitermotivation

Lesezeit: 7 Minuten
Mitarbeitermotivation wird zu einem zunehmend wichtigen Thema für Unternehmen. Den zahlreichen Studien zufolge leisten motivierte Mitarbeiter mehr, sind seltener krank und tragen maßgeblich zum Erfolg einer Firma bei. Doch wie kann man Mitarbeiter motivieren und welche Art von Mitarbeitermotivation ist sinnvoll? In diesem Informationstext werden sowohl wissenswerte Fakten der Mitarbeitermotivation aufgeführt als auch konkrete Strategien erläutert.


Was ist Mitarbeitermotivation?

Mitarbeitermotivation bedeutet, Arbeitnehmer durch positive oder negative Anreize und Umstände dahingehend zu motivieren, dass sie ihre Leistungsbereitschaft oder ihr -verhalten beibehalten, verbessern, weiterentwickeln oder verändern.
Dabei setzt sich die Motivation eines Mitarbeiters aus einzelnen, gerade aktiven Motiven oder Beweggründen des menschlichen Verhaltens zusammen. Mitarbeiter handeln basierend auf einer intrinsischen oder auch einer extrinsischen Motivation. Arbeitgeber haben die Möglichkeit mit den geeigneten Motivationstechniken auf beide Formen der Motivation Einfluss zu nehmen.

Wie kann man Mitarbeiter motivieren – äußere und innere Mitarbeitermotivation

Extrinsische Motivation entwickelt sich durch äußere Einflüsse, die entweder positive oder negative Anreize darstellen. Beispielsweise wird die gute Ausführung einer Tätigkeit mit einer Bonuszahlung belohnt. Wird eine Aufgabe hingegen nicht erfüllt, könnte vonseiten des Chefs oder des Unternehmens eine Abstrafung drohen.
Die intrinsische Motivation bezeichnet dagegen die Ausführung einer Handlung, um ihrer selbst willen. Die Bereitschaft diese Tätigkeit bestmöglich auszuführen, stammt von inneren Motiven. Dies kann daran liegen, dass die Arbeit als sinnstiftend empfunden wird oder sie einfach Vergnügen bereitet.

Innere und äußere Faktoren

Zu den inneren Auslösern der Motivation von Mitarbeitern gehören:

  • Persönlichkeit
  • Emotionen
  • Gewohnheiten
  • Vorherrschende Motive
  • Eigenschaften

Die äußeren setzen sich hingegen folgendermaßen zusammen:

  • Arbeitsumfeld
  • Vorgegebene Ziele
  • Positive und negative Anreize
  • Vorgesetztenverhalten
  • Gestaltung der Tätigkeit
  • Unternehmenskultur
  • Teamstruktur
  • Kollegenverhalten

Vorteile der intrinsischen Mitarbeitermotivation

Ein intrinsisch motivierter Mitarbeiter zeichnet sich unter anderem durch folgende Eigenschaften aus: dem Wunsch nach Selbstständigkeit, Streben nach Höherem und dem Verlangen nach sinnhafter Arbeit. Demnach möchten diese Mitarbeiter ihre Aufgaben möglichst autonom bearbeiten und sich dabei weiterentwickeln.
Derart motivierte Mitarbeiter führen ihre Arbeit aus, weil sie es möchten. Sie denken selbst mit, sind kreativ, bei Herausforderungen durchhaltefähiger und eher an Lösungen interessiert. Insgesamt bringen Mitarbeiter, die von innen motiviert sind, deutlich bessere Leistungen, als ihre nur extrinsisch motivierten oder gar demotivierten Kollegen.

Wo eine extrinsische Mitarbeitermotivation hilfreich ist

Zu einer extrinsischen Mitarbeitermotivation führen äußere Einflüsse wie etwa Geldbelohnungen. Diese finanziellen Anreize können sich kurzfristig positiv auf die Leistung eines Mitarbeiters ausüben. Mit der Aussicht auf Belohnungen oder Konsequenzen lassen sich hauptsächlich Arbeitnehmer motivieren, die entweder einfachen Routinetätigkeiten nachgehen, ein deutliches Ziel vorgegeben bekommen haben oder genau wissen, was sie machen müssen, um diese Belohnung zu erhalten.
Bei der Ausführung aller anderen Tätigkeiten können diese extrinsischen Anreize jedoch kontraproduktiv wirken. Etwa indem sie Arbeitnehmer unter Druck setzen, die dadurch in ihrer Kreativität eingeschränkt werden. Daher sollte die extrinsische Mitarbeitermotivation lediglich zusätzlich zur intrinsischen Motivierung geschehen.

Verschiedene Ebenen der Mitarbeitermotivation

Unternehmen haben die Möglichkeit auf drei Ebenen auf die Motivation ihrer Mitarbeiter Einfluss zu nehmen. Diese sind:

  • Das private Umfeld – Work-Life-Balance, Familie, Freizeit, Freunde, …
  • Das materielle und immaterielle Umfeld – Bedingungen am Arbeitsplatz, Gehalt, betriebliche Gesundheitsvorsorge, Arbeitszeitmodelle, Arbeitsutensilien, …
  • Das psychische Umfeld – Teamzusammenhalt, Führungsstil des Vorgesetzten, …

Mitarbeitermotivation messen

Bevor eine Strategie zur Mitarbeitermotivation entwickelt werden kann, muss gemessen werden, wie es bisher mit der Motivation im Unternehmen aussieht. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen inneren und äußeren Faktoren sowie der Ebenen der Einflussnahme ergeben sich mehrere Ansätze, um die Mitarbeitermotivation zu messen.

Befragungen

Die gängigste Art unternehmensübergreifend Daten zur Motivation der Mitarbeiter zu sammeln ist eine Umfrage. Werden Arbeitnehmer persönlich befragt, sind die Antworten oft geschönt, fokussieren sich auf individuelle Probleme und sind allgemein fehleranfällig. Wird allerdings ein anonymisierter Fragebogen an alle Mitarbeiter gesendet, fühlen sich Arbeitnehmer eher bereit, ehrlich zu antworten. Zudem ermöglicht ein standardisierter Fragenkatalog im Anschluss eine aussagekräftige Analyse durchzuführen.

Workshops

In einem Workshop kann die Führungskraft gemeinsam mit ihrem Team herausarbeiten, wie es um die Mitarbeitermotivation in dem jeweiligen Unternehmen steht. Zudem ergibt sich so die Möglichkeit, gemeinsam Ansätze zur Steigerung der Motivation zu entwickeln.

Beobachten

Die Beobachtung erfolgt durch die Führungskraft im Arbeitsalltag. Oftmals fehlt es hier jedoch an der geeigneten Dokumentation, sodass viele Beobachtungen untergehen. Eine Möglichkeit diese Form des Messens formeller zu gestalten, wäre beispielsweise im Rahmen von Mitarbeitergesprächen.

Mit diesen Strategien lassen sich Mitarbeiter motivieren

Es gibt unzählige Strategien seine Mitarbeiter zu motivieren. Wirksam sind sie meist nur, wenn sie an das Unternehmen und dessen Arbeitnehmer angepasst sind. Einige Maßnahmen lassen sich mühelos integrieren, während andere eine gewisse Vorbereitung sowie finanzielle Mittel voraussetzen. Konkrete Ansätze sind unter anderem:

  • Monetäre Belohnungen: Bonuszahlungen sowie faires Gehalt
  • Führungsstil und Kommunikation: Freiraum für eigenverantwortliches Arbeiten und Eigeninitiative bieten, transparente Entscheidungen treffen, Vertrauen aufbauen, Raum für Fehler zulassen
  • Lob und Anerkennung: Leistung loben, sich als Unternehmen bei seinen Mitarbeitern bedanken, Mitarbeitern Wertschätzung zeigen, Erfolge gemeinsam feiern
  • Innere Motivation und emotionale Bindung: Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen, abwechslungsreiche Tätigkeiten, das Gefühl vermitteln eine sinnhafte Arbeit auszuüben sowie ganzheitlich dafür verantwortlich zu sein

Mitarbeitermotivation und Fehlerquellen

Bei all den Strategien und Möglichkeiten seine Mitarbeiter zu motivieren, gibt es oft genauso viele Optionen, das Gegenteil zu erreichen. Da eine Vielzahl unterschiedlicher Vorgehensweisen zur Mitarbeitermotivation besteht, ist es nicht immer einfach, die passende Strategie zu wählen.

Fehler bei der Mitarbeitermotivation

Der größte Fehler bei der Mitarbeitermotivation ist, diese gänzlich zu unterlassen. Denn wer sich um die Motivation seiner Arbeitnehmer kümmert, kann die Leistung seines Unternehmens deutlich steigern. Doch selbst Organisationen, die ihre Mitarbeiter motivieren möchten, machen dies nicht unbedingt auf die richtige Art. Zu den größten Hindernissen der Mitarbeitermotivation zählen daher:

  • Unflexible Mitarbeiterprofile, die voraussetzen, dass alle Mitarbeiter dieselben Motive haben und auf dieselbe Art motiviert werden können.
  • Alle Anfragen und Bedürfnisse von Mitarbeitern unreflektiert erfüllen. Denn wer alles bekommt, was er sich wünscht, ist zwar eventuell zufrieden, jedoch nicht unbedingt motiviert, Leistung zu erbringen.
  • Davon auszugehen, dass manche Mitarbeiter nicht motiviert werden können.
  • Kulturelle Unterschiede bei der Mitarbeitermotivation außenvorzulassen.

Demotivierende Faktoren

Daneben gibt es noch Faktoren, die schlicht demotivierend auf Mitarbeiter wirken, wie beispielsweise:

  • Mikromanagement: Mikromanager überwachen und kontrollieren jeden Arbeitsschritt der Mitarbeiter, verhindern Freiräume, in denen Arbeitnehmer sich entfalten können und delegieren keine Entscheidungen.
  • Kritik vor anderen: Werden Mitarbeiter vor ihren Kollegen kritisiert, verlieren sie vor diesen ihr Gesicht. Dies wirkt sich nicht nur auf ihren Stolz und ihre Würde aus, sondern ist zudem demotivierend.
  • Geringe Bezahlung: Durch Geldgeschenke können Mitarbeiter zwar nicht unbedingt langfristig motiviert werden, der größere Fehler ist jedoch, generell zu wenig zu zahlen. Denn dies zeigt ihnen, dass ihre Tätigkeit im Unternehmen nicht wertgeschätzt wird.

Erfahren Sie mehr über Qualtrics