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Mitarbeitermotivation: Definition, Methoden & Strategien

Lesezeit: 9 Minuten


Mitarbeitermotivation entwickelt sich für Unternehmen zu einem zunehmend wichtigen Thema. Den zahlreichen Studien zufolge leisten motivierte Mitarbeiter mehr, sind seltener krank und tragen maßgeblich zum Erfolg einer Firma bei. Doch wie kann man Mitarbeiter motivieren und welche Art von Mitarbeitermotivation ist sinnvoll? Im Folgenden erfahren Sie sowohl wissenswerte Fakten rund um die Mitarbeitermotivation als auch konkrete Strategien, um diese zu steigern.

Was ist Mitarbeitermotivation?

Mitarbeitermotivation bedeutet, Arbeitnehmer durch positive oder negative Anreize und Umstände dahingehend zu motivieren, dass sie ihre Leistungsbereitschaft oder ihr -verhalten beibehalten, verbessern, weiterentwickeln oder verändern.

Dabei setzt sich die Mitarbeitermotivation aus einzelnen, gerade aktiven Motiven oder Beweggründen des menschlichen Verhaltens zusammen. Mitarbeiter handeln basierend auf einer intrinsischen oder auch einer extrinsischen Motivation. Arbeitgeber haben die Möglichkeit mit den geeigneten Motivationstechniken auf beide Formen der Motivation Einfluss zu nehmen.

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Äußere und innere Mitarbeitermotivation – die Unterschiede

Bei der Mitarbeitermotivation durch äußere, positive oder negative Einflüsse, handelt es sich um extrinsische Motivation. Eine Möglichkeit stellt hierbei die Belohnung gut ausgeführter Tätigkeiten durch Bonuszahlungen dar. Eine Aufgabe schlecht oder überhaupt nicht zu erfüllen, kann wiederum eine Abstrafung seitens des Chefs oder des Unternehmens nach sich ziehen.

Die Mitarbeitermotivation, die auf der Ausführung einer Handlung durch den Mitarbeiter um seiner selbst willen beruht, nennt sich intrinsische Motivation. Die Bereitschaft diese Tätigkeit bestmöglich auszuführen, stammt von inneren Motiven. Dies kann daran liegen, dass die Arbeit als sinnstiftend empfunden wird oder sie einfach Vergnügen bereitet.

Mitarbeitermotivation steigern: die wichtigsten Faktoren

Zu den inneren Auslösern der Mitarbeitermotivation gehören:

  • Persönlichkeit
  • Emotionen
  • Gewohnheiten
  • Vorherrschende Motive
  • Eigenschaften

Die äußeren Faktoren setzen sich hingegen folgendermaßen zusammen:

  • Arbeitsumfeld
  • Vorgegebene Ziele
  • Positive und negative Anreize
  • Vorgesetztenverhalten
  • Gestaltung der Tätigkeit
  • Unternehmenskultur
  • Teamstruktur
  • Kollegenverhalten

Vorteile der intrinsischen Mitarbeitermotivation

Eine intrinsische Mitarbeitermotivation ist für Unternehmen absolut wünschenswert. Ein intrinsisch motivierter Mitarbeiter zeichnet sich unter anderem durch folgende Eigenschaften aus: dem Wunsch nach Selbstständigkeit, Streben nach Höherem und dem Verlangen nach sinnhafter Arbeit. Demnach möchten diese Mitarbeiter ihre Aufgaben möglichst autonom bearbeiten und sich dabei weiterentwickeln.

Derart motivierte Mitarbeiter führen ihre Arbeit aus, weil sie es möchten. Sie denken selbst mit, sind kreativ, bei Herausforderungen durchhaltefähiger und eher an Lösungen interessiert. Insgesamt bringen Mitarbeiter, die von innen motiviert sind, deutlich bessere Leistungen, als ihre nur extrinsisch motivierten oder gar demotivierten Kollegen.

Wo eine extrinsische Mitarbeitermotivation hilfreich ist

Zu einer extrinsischen Mitarbeitermotivation führen äußere Einflüsse wie etwa Geldbelohnungen. Diese finanziellen Anreize können sich kurzfristig positiv auf die Leistung eines Mitarbeiters ausüben. Mit der Aussicht auf Belohnungen oder Konsequenzen lassen sich hauptsächlich Arbeitnehmer motivieren, die entweder einfachen Routinetätigkeiten nachgehen, ein deutliches Ziel vorgegeben bekommen haben oder genau wissen, was sie machen müssen, um diese Belohnung zu erhalten.

Bei der Ausführung aller anderen Tätigkeiten können diese extrinsischen Anreize jedoch kontraproduktiv wirken. Etwa indem sie Arbeitnehmer unter Druck setzen, die dadurch in ihrer Kreativität eingeschränkt werden. Daher sollte die extrinsische Mitarbeitermotivation lediglich zusätzlich zur intrinsischen Motivierung geschehen.

Die Mitarbeitermotivation und ihre Ebenen

Unternehmen haben die Möglichkeit auf drei Ebenen auf die Mitarbeitermotivation Einfluss zu nehmen. Diese sind:

  • Das private Umfeld – Work-Life-Balance, Familie, Freizeit, Freunde, …
  • Das materielle und immaterielle Umfeld – Mitarbeitermotivation durch gute Bedingungen am Arbeitsplatz, Gehalt, betriebliche Gesundheitsvorsorge, Arbeitszeitmodelle, Arbeitsutensilien, …
  • Das psychische Umfeld – Teamzusammenhalt, Führungsstil des Vorgesetzten, …

Mitarbeitermotivation messen – mögliche Methoden

Bevor eine Strategie zur Mitarbeitermotivation entwickelt werden kann, muss gemessen werden, wie es bisher mit der Motivation im Unternehmen aussieht. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen inneren und äußeren Faktoren sowie der Ebenen der Einflussnahme ergeben sich mehrere Ansätze, um die Mitarbeitermotivation zu messen.

Fragebogen zur Mitarbeitermotivation

Um unternehmensübergreifend Daten zur Mitarbeitermotivation zu sammeln, ist eine Befragung das wohl gängigste Mittel. Werden Arbeitnehmer persönlich befragt, sind die Antworten oft geschönt, fokussieren sich auf individuelle Probleme und sind allgemein fehleranfällig. Wird allerdings ein anonymisierter Fragebogen an alle Mitarbeiter gesendet, fühlen sich Arbeitnehmer eher bereit, ehrlich zu antworten. Zudem ermöglicht ein standardisierter Fragebogen zur Mitarbeitermotivation, im Anschluss eine aussagekräftige Analyse durchzuführen.

Workshops

Wie es um die Mitarbeitermotivation in dem jeweiligen Unternehmen steht, kann die Führungskraft auch gemeinsam mit ihrem Team in einem Workshop ausarbeiten. Zudem ergibt sich so die Möglichkeit, gemeinsam Ansätze zur Steigerung der Motivation zu entwickeln.

Beobachten

Um die Mitarbeitermotivation besser beurteilen zu können, kann die Führungskraft ihre Mitarbeiter ebenso im Arbeitsalltag beobachten und einschätzen. Oftmals fehlt es hier jedoch an der geeigneten Dokumentation, sodass viele Beobachtungen untergehen. Eine Möglichkeit diese Form des Messens der Mitarbeitermotivation formeller zu gestalten, wäre beispielsweise im Rahmen von Mitarbeitergesprächen.

Strategien zur Steigerung der Mitarbeitermotivation

Es gibt unzählige Strategien, um die Mitarbeitermotivation zu erhöhen. Wirksam sind diese meist nur, wenn sie an das Unternehmen und dessen Arbeitnehmer angepasst sind. Einige Maßnahmen lassen sich mühelos integrieren, während andere eine gewisse Vorbereitung sowie finanzielle Mittel voraussetzen. Zur Steigerung der Mitarbeitermotivation eignen sich folgende Beispiele:

  • Monetäre Belohnungen: Bonuszahlungen sowie faires Gehalt
  • Führungsstil und Kommunikation: Die Mitarbeitermotivation lässt sich durch genügend Freiraum für eigenverantwortliches Arbeiten und Eigeninitiative erhöhen. Ein motivierender Führungsstil basiert auf transparenten Entscheidungen, Vertrauen sowie genügend Raum, um Fehler zuzulassen.
  • Lob und Anerkennung: Leistung loben, sich als Unternehmen bei seinen Mitarbeitern bedanken, Mitarbeitern Wertschätzung zeigen, Erfolge gemeinsam feiern
  • Innere Motivation und emotionale Bindung: Weiterbildungsmöglichkeiten schaffen, Work-Life-Balance durch flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen, abwechslungsreiche Tätigkeiten, das Gefühl vermitteln eine sinnhafte Arbeit auszuüben sowie ganzheitlich dafür verantwortlich zu sein
  • Interesse am Wohlbefinden zeigen: Oft können bereits kleinere Employee Benefits wie kostenloses Essen, Getränke oder Sportangebote dafür sorgen, dass das Mitarbeiterwohlbefinden und die Mitarbeitermotivation steigt.

Mitarbeitermotivation und Fehlerquellen

Um die Mitarbeitermotivation zu steigern, gibt es zahlreiche Strategien und Möglichkeiten. Doch es existieren auch jede Menge Optionen, um das genaue Gegenteil zu erreichen. Da eine Vielzahl unterschiedlicher Vorgehensweisen zur Mitarbeitermotivation besteht, ist es nicht immer einfach, die passende Strategie zu wählen.

Mitarbeitermotivation steigern: Diese Fehler sind zu vermeiden

Der größte Fehler bei der Mitarbeitermotivation ist, diese gänzlich zu unterlassen. Denn wer sich um die Motivation seiner Arbeitnehmer kümmert, kann die Leistung seines Unternehmens deutlich steigern. Doch selbst Organisationen, die ihre Mitarbeiter motivieren möchten, machen dies nicht unbedingt auf die richtige Art. Zu den größten Hindernissen der Mitarbeitermotivation zählen daher:

  • Unflexible Mitarbeiterprofile, die voraussetzen, dass alle Mitarbeiter dieselben Motive haben und auf dieselbe Art motiviert werden können.
  • Alle Anfragen und Bedürfnisse von Mitarbeitern unreflektiert erfüllen. Denn wer alles bekommt, was er sich wünscht, ist zwar eventuell zufrieden, jedoch nicht unbedingt motiviert, Leistung zu erbringen.
  • Davon auszugehen, dass manche Mitarbeiter nicht motiviert werden können.
  • Kulturelle Unterschiede bei der Mitarbeitermotivation außenvorzulassen.

Demotivierende Faktoren

Daneben gibt es noch Faktoren, die schlicht demotivierend auf Mitarbeiter wirken, wie beispielsweise:

  • Mikromanagement: Mikromanager überwachen und kontrollieren jeden Arbeitsschritt der Mitarbeiter, verhindern Freiräume, in denen Arbeitnehmer sich entfalten können und delegieren keine Entscheidungen.
  • Kritik vor anderen: Werden Mitarbeiter vor ihren Kollegen kritisiert, verlieren sie vor diesen ihr Gesicht. Dies wirkt sich nicht nur auf ihren Stolz und ihre Würde aus, sondern ist zudem demotivierend.
  • Geringe Bezahlung: Durch Geldgeschenke lässt sich die Mitarbeitermotivation zwar nicht unbedingt langfristig steigern, der größere Fehler ist jedoch, generell zu wenig zu zahlen. Denn dies zeigt ihnen, dass ihre Tätigkeit im Unternehmen nicht wertgeschätzt wird.

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