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Produktdesign – Definition, Ursprünge und Ablauf

Lesezeit: 10 Minuten
Das Produktdesign ist ein Prozess, der aus einer Idee ein erfolgreiches Produkt macht. Es ist sowohl auf Verbraucher- als auch auf Geschäftsziele ausgerichtet. Das bedeutet, die Bedürfnisse der Nutzer ebenso wie das verfügbare Budget sind im Produktdesign zu berücksichtigen. Aus diesem Grund beinhaltet der Prozess eine enge Zusammenarbeit zwischen Personen aus dem eigenen Unternehmen als auch aus dem Zielmarkt. Mehr über die einzelnen Schritte des Produktdesigns erfahren Sie im Folgenden.


Was ist Produktdesign?

Produktdesign beschreibt den Prozess der Produktentwicklung, bis die Ware für den Endnutzer bereit ist. Dazu gehört:

  • Vorstellung, wie das Produkt aussehen soll
  • Konzipieren von Entwürfen
  • Testen des Produktes
  • Iterieren, um etwaige Mängel zu beheben
  • Verfeinern, bis ein fertiges Produkt entsteht

Produktdesigner wenden somit eine Mischung aus Forschung, Strategie, Branchenwissen und kreativem Denken an. Der Erfolg des Produktes hängt davon ab, wie gut es den Bedürfnissen der Nutzer entspricht. Die Rentabilität für das Unternehmen wird von den geschäftlichen Beschränkungen beeinflusst, wie dem verfügbaren Budget sowie der benötigten Zeit für die Entwicklung.

Um die Prozesse des Produktdesigns vollständig zu verstehen, ist es hilfreich, zunächst zu definieren, was unter einem Produkt zu verstehen ist.

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Was ist ein Produkt?

Produkte können physische Gegenstände sein, die sich in einem Geschäft befinden, ebenso wie immaterielle Dinge. Das Produkt ist das Endergebnis der Arbeit eines Produktdesigners und somit das, was Kunden in der Lieferphase des Produktdesignprozesses angeboten wird.

Die folgende Tabelle führt Beispiele für beide Produktarten auf:

Physische Produkte Immaterielle Produkte
Fahrzeuge Software
Möbel Dienstleistungen, z. B. Autowäsche oder Maniküre
Kleidung Informationen, z. B. eine Schulung oder ein Workshop

 

Die Ursprünge des Produktdesigns

Das Produktdesign hat seine Wurzeln in dem verwandten, aber bereits länger etablierten Industriedesign. Dieses entstand, als zum ersten Mal physische Gegenstände in Massenproduktion hergestellt wurden. Während in der vorindustriellen Zeit jeder Handwerker seine eigenen Produkte entwerfen und veredeln konnte, wurde mit der Zentralisierung und Vereinheitlichung der Produktion eine spezifische Designerrolle benötigt. Industriedesigner waren dafür verantwortlich, die Eigenschaften und Funktionen der Massenartikel festzulegen sowie sicherzustellen, dass sie sich für die relevanten Märkte eignen.

Industriedesign umfasst somit folgende Aspekte:

  • Funktionen festlegen
  • Nützlichkeit eines Gegenstands sicherstellen
  • Gute Funktionsweise gewährleisten
  • Ästhetische und gestalterische Eigenschaften entwerfen

Das Produktdesign entwickelte sich aus dem Industriedesign als Teil eines erweiterten Auftrags. Das Ziel war ein Prozess, der nicht nur auf rein physische Produkte ausgelegt ist, sondern sich auf eine breitere Kategorie von Produkten anwenden lässt.

Produkt- vs. UX-Design: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

Produktdesign ist eng mit dem User-Experience-Design verbunden. Beide Disziplinen beschäftigen sich damit, eine Lösung rund um einen Endnutzer zu gestalten – eine Arbeitsweise, die als Design Thinking bekannt ist. Daher gibt es auch Überschneidungen zwischen den Rollen des Produktdesigners und des UX-Designers. Sie erfordern beide ein hohes Maß an Benutzerempathie und versuchen zu verstehen, wer die User sind und woher sie kommen. Es gibt aber auch Unterschiede:

  • Ein UX-Designer befasst sich ausschließlich mit der Benutzererfahrung, d. h. mit der Interaktion des Users mit dem Design. In diesem Zusammenhang ist auch von Product Experience die Rede. Hier geht es darum sicherzustellen, dass die Erfahrung eines Benutzers reibungslos abläuft – sei es mit einer App oder einem physischen Gegenstand wie einem Kinderspielzeug.
  • Die Rolle des Produktdesigners umfasst einen größeren Aufgabenbereich. Er ist dafür verantwortlich, die Funktionen des Produktes einwandfrei zu entwerfen und dabei gleichzeitig die Ästhetik zu berücksichtigen. Das bedeutet auch, dass er die Ausrichtung der Unternehmensmarke in das Produktdesign miteinbezieht und ggf. beobachtet, was Wettbewerber auf dem Markt tun.

H2: Wie sieht im Produktdesign ein typischer Prozess aus?

Das Produktdesign ist heute weniger ein End-to-End-Prozess als vielmehr ein kontinuierlicher Produktlebenszyklus. Denn Unternehmen müssen ihre Produkte ständig überprüfen und verfeinern, um sicherzustellen, dass sie weiterhin die Anforderungen eines sich ändernden Kundenstamms erfüllen.

Die Schritte in der Produktentwicklung variieren für jedes Unternehmen – je nachdem, welche Art von Produkt sie entwickeln. Dennoch lassen sich diese sechs allgemeinen Schritte für das Produktdesign festlegen:

1. Forschung

Die erste Phase des Produktdesigns besteht darin, die Endnutzer und die Geschäftsziele genau zu verstehen. Es gilt, ein Design-Briefing zu erstellen. Dieses beinhaltet …

  • … das Problem, das das Produkt lösen soll, bzw. den Bedarf, den es decken soll.
  • … den Kontext, in dem das Problem oder der Bedarf auftritt.
  • … die Anforderungen, die das Produkt erfüllen muss, um eine effektive Lösung darzustellen.

Hierfür ist es erforderlich, sich gut in die User hineinversetzen zu können. Das Verständnis für die Verbraucher bildet die Grundlage für ein erfolgreiches Produktdesign. Es gibt verschiedene Mittel, die dabei helfen, die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer aufzudecken, z. B.:

Weiterhin ist es im ersten Schritt notwendig, sich eingehend mit den geschäftlichen Anforderungen und Zielen für das Produkt zu befassen. Das beinhaltet z. B. Überlegungen zum Preis des Artikels unter Berücksichtigung des ROI.

Tipp: In dieser Phase des Produktdesigns ist es wichtig, nichts zu überstürzen. Eine qualitative und detaillierte Forschung direkt zu Beginn hat großen Einfluss auf die späteren Ergebnisse.

2. Ideen generieren

In der Phase der Ideenfindung geht es um kreatives Denken. Produktdesigner entwickeln durch verschiedene Methoden wie Brainstorming möglichst viele potenzielle Lösungen. Dabei empfiehlt es sich, alle Ideen ohne Bewertung oder Voreingenommenheit in die Liste der Optionen aufzunehmen.

Dennoch geht es nicht allein darum, jede erdenkliche Idee zu entwickeln. Die Ideenfindung im Produktdesign basiert auf den Erkenntnissen aus der Forschungsphase. Diese lenken den Prozess und grenzen die möglichen Lösungen ein.

3. Verfeinern und validieren

Nach der Ideenfindung gilt es, die Optionen zu verfeinern und geeignete Produktkonzepte zu erstellen. Diese sind gründlich anhand des Benutzerprofils zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie für die weitere Entwicklung tragfähig sind. Gleichzeitig müssen sie die geschäftlichen Anforderungen erfüllen. Dazu gehören etwa Überlegungen …

  • … zur Ästhetik des Designs, z. B. passt es zur Marke?
  • … zu möglichen Überschneidungen oder Integrationen mit bestehenden Produktlinien.
  • … zur Realisierbarkeit der Ideen innerhalb eines festgelegten Budgets.

In dieser Phase des Produktdesigns ist es auch an der Zeit, den Kreis über das bisherige Team hinaus zu erweitern und Stakeholder aus anderen Bereichen des Unternehmens miteinzubeziehen. Sie bewerten die Konzepte basierend auf ihrer spezifischen Expertise.

Auch Konzepttests sind eine Schlüsselkomponente der Verfeinerungs- und Validierungsphase. Ein Konzepttest-Tool kann helfen, Feedback zu verschiedenen Aspekten der Idee zu sammeln – von den Funktionen über den Produktnamen bis hin zur geplanten Präsentation für die User. Dabei eignen sich insbesondere Max-Diff- und Conjoint-Analysen, um die richtige Mischung aus Features für das Produktkonzept zu definieren.

4. Prototyp und Test

Die Ideen, die es in die nächste Phase des Produktdesigns schaffen, werden nun zu einem Prototyp verarbeitet sowie weiter getestet. Werden Konzepte in die Realität umgesetzt, treten mitunter viele neue Überlegungen und Herausforderungen auf. Daher ergeben sich hier oft nochmals erhebliche notwendige Anpassungen.

Handelt es sich um ein physisches Produkt, eignen sich z. B. Tests mit Attributen, die sich noch nicht in der Konzeptphase überprüfen lassen, wie die Textur oder das Gewicht des Artikels. Daher lohnt sich hier abermals umfangreiches Produkt-Feedback.

Wichtig: Auch zu diesem Zeitpunkt des Produktdesigns kann sich eine Idee noch als nicht tragfähig erweisen. Das ist normal – Sie haben weiterhin die Möglichkeit, eines der anderen Konzepte aufzunehmen, die Sie in der vorherigen Phase entwickelt haben.

5. Iterieren

Jeder Prototyptest führt zu neuen Erkenntnissen, die dabei helfen, das Produkt zu verbessern. In den Iterationsphasen zwischen jedem Test nehmen Produktdesigner die Optimierungen vor. Wie viele Iterationen sie dabei durchlaufen und wie schnell der gesamte Prozess abläuft, hängt von mehreren Parametern ab, z. B.:

  • Größe des Teams
  • Umfang der Tests
  • Art der Tests
  • Budget, das zur Verfügung steht

Im besten Fall entsteht am Ende dieser Produktdesignphase ein fertiges Produkt ohne Mängel und Verbesserungspotenzial.

6. Liefern

Hat das Produkt einen lebensfähigen Zustand erreicht, ist es bereit für den Markt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Forschung, Tests und Iterationen aus dem Produktdesign zum Erliegen kommen. Diese Prozesse laufen weiterhin im Hintergrund ab. Nur so lässt sich die Qualität und Leistung des Produkts über einen langen Zeitraum aufrechterhalten.

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